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Danke Danke Danke

Written by wolfgang. Posted in Drei Dinge

Ihr Lieben,

hinter mir liegt ein Verabschiedungs-Wochenende, das mich regelrecht mitgerissen hat. Ein rauschendes Fest mit vielen Emotionen, Lachen, Tränen, Umarmungen. Und vor allem mit Euch kostbaren Menschen, die Ihr mir und Shabnam Eure Wertschätzung, Zuneigung und Euren Dank auf so kreative und liebevolle Weise gespiegelt habt.

Dabei bin ich es, der zu danken hat:

DANKE

für die liebevolle und perfekte Organisation dieses Wochenendes! Für Eure Beiträge, Geschenke und Segenswünsche! Danke für das von Euch gestaltete Buch “Wolle und seine Freunde”, das mich mein Leben lang begleiten wird. Danke für die so passgenauen Bibelverse, die den Wasserpegel in meinen Augen bei der Segnung gefährlich angehoben haben. Für die wunderbaren Grußworte, bei denen Lachen und Weinen so eng beieinander lag. Für alles Wirken, Bauen und Gestalten hinter den Kulissen. Für die Arbeit in der Küche, Technik, Musik, Deko und und und…

DANKE

allen, die organisiert und mitgestaltet haben: Rici, Petra, Tobi, André, Simon, Anna, Swenja, Ann, Sofie, Tim, Stephan, Jetta, Andi, Sebi, Laura, Katja, Luca, Mika, Eric, Jutta, Matthias, Simon, Robert, Jana, Mats, Lina, Arne, Fabi, Rainald, Frank, Marc, Jannik, Joël, Moritz, …
Verzeiht bitte, dass ich hier nicht alle namentlich erwähne, ich bin noch völlig durch den Wind und bekomme erst langsam raus, wer da alles hinter meinem Rücken so genial die Fäden für meine Verabschiedung gezogen hat :-) )

Und wenn ich auf die 20 Jahre zurück schaue, möchte ich noch was loswerden:

DANKE

- dass Ihr mich angenommen habt, wie ich bin. Auch, wenn ich ungeduldig war, wenn ich mit meiner Impulsivität und dem Veränderungsdrang genervt habe
- dass Ihr mir verziehen habt, wo ich Euch und Eurer persönlichen Situation nicht gerecht geworden bin
- dass Ihr mich ermutigt und getragen habt, wenn es mir schlecht ging
- dass Ihr, wo es möglich war, ganze Bereiche alleine gestemmt und mich so entlastet habt
- dass Ihr Jugendliche seid und wart, mit denen man völlig bekloppt scheinende Sachen erfinden und ausprobieren kann
- Und ich danke Euch für diese unglaubliche Wertschätzung, die ich durch Euch erfahren darf.
Ich habe gemerkt: Da sind gar keine jugendlichen Mitarbeiter mehr an meiner Seite, sondern Freunde! Danke dafür!

Gott hat in den vielen Jahren seine Geschichten und Geschichte geschrieben. Und ich weiß, er wird es weiter tun. So freue ich mich auch, dass Lukasz den Laden bereits souverän übernommen hat und wünsche ihm und den Jugendlichen und Mitarbeitenden der Jugend Rupelrath von Herzen alles Gute und Gottes fetten Segen auf dem gemeinsamen Weg!

Euch alles Liebe & auf bald! Ci vediamo!

Euer Wolfgang

Für die Vergangenheit. Und für die Zukunft.

Written by wolfgang. Posted in Gedanken, Jugendbewegung

Am 9. November, dem Gedenktag zur Reichspogromnacht 1938, erinnerten sich viele von uns auch zurück an die Gedenkstättenfahrt nach Polen im Februar diesen Jahres:

Im vom Deutschen Reich besetzten Gebiet am Westrand der Stadt Oświęcim hatte die SS 1940–45 das KZ Auschwitz mit dem Stammlager Auschwitz und dem Vernichtungslager Birkenau betrieben. 1,5 Millionen Menschen wurden dort ermordet, 90 % davon Juden. Mit 17 Jugendlichen und 3 Erwachsenen und Unterstützung des IBB (Internationales Bildungs- und Begegnungswerk) machten wir uns über die Karnevalstage 2016 auf zu einer Gedenkstättenfahrt nach Polen. Im Zentrum für Dialog und Gebet Oświęcim war unsere Unterkunft, die uns als gute Basis für unsere Ausflüge in die Gedenkstätten diente. Ein Tagesausflug gegen Ende der Reise führte uns in die wunderschöne Altstadt von Krakau, wo wir jüdisch-galizische Speisen zu Klezmer-Musik genossen. Eine intensive, spannende Fahrt, die wir alle sicher nie vergessen werden.

Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen

Jana und Laura: “Der Besuch der Gedenkstätten Auschwitz und Auschwitz-Birkenau war für uns eine unheimlich intensive, bedrückende, aber auch schöne Zeit. Das, was wir bisher nur aus Medien und Schulunterricht kannten, war plötzlich zum Greifen nah. Einige Bilder sind uns hängen geblieben: Bilder von ausgemergelten Menschen. Eine Vitrine mit Haaren von 40.000 Menschen. Berge von Schuhen, Koffern und Kleidung. Über 300 Baracken. Die unvorstellbare Größe Birkenaus, bei der man als erstes an eine ganze Stadt dachte. Die Rampe, an der die Menschen zur Vergasung selektiert wurden. Ein Teich, noch grau von der Menschenasche …
Durch unsere gute Gruppen-Gemeinschaft konnten wir die intensiven Eindrücke sehr gut verarbeiten. Jeden Abend gab es einen Tagesrückblick, in dem wir über die Erlebnisse des Tages sprachen. Auch dass wir mit einem Zeitzeugen reden durften, war ein unheimliches Privileg für uns.Wacław Długoborski (1926 geboren) war als junger polnischer Widerstandskämpfer von den Nazis verhaftet worden und hat Auschwitz überlebt. Er erzählte seine Geschichte und beantwortete geduldig alle unsere Fragen. Jegliche Bitterkeit lag ihm fern. Wir fragten ihn u. a., ob er noch Geräusche aus der Zeit in Auschwitz im Kopf habe. Seine Antwort: „Das Schlimmste für mich waren nicht die Geräusche in Birkenau, sondern der Rauch aus den Krematorien, der Geruch von toten Menschen.“ Sehr berührend war außerdem die eintätowierte Nummer auf seinem Arm, die er uns ohne Zögern zeigte, als wir ihn danach fragten.

Ein Zitat eines anderen Auschwitz-Überlebenden, Primo Levi, nehmen wir mit in die Gegenwart und Zukunft: „Es ist geschehen, und folglich kann es wieder geschehen: Darin liegt der Kern dessen, was wir zu sagen haben.“ So etwas Furchtbares darf nie wieder passieren! Doch da es geschehen ist, könnte es auch wieder geschehen. Daran sollten wir uns immer erinnern. Gerade in Zeiten der Flüchtlingsmigration, in denen unsere Mitmenschlichkeit gefragt ist, weil Menschen bei uns Zuflucht und Schutz suchen, hilft uns die Erinnerung, Verantwortung für die Zukunft zu übernehmen.”

Wir wurden beraubt

“Die jüdische Ausstellung im Stammlager Auschwitz. Der Video-Raum. 11 Millionen Juden lebten in Europa vor dem Holocaust. Allein eine halbe Million in Deutschland. Eine 360-Grad-Filmmontage: Von allen Wänden strahlen bewegte Bilder aus dem alltäglichen Leben. Sie leben. Feiern. Tanzen. Lachen. Spielen Fußball und Theater. Aufnahmen eines Familienfestes: Ein Ehepaar lächelt in die Kamera. Er fasst zärtlich an ihren Hals und küsst sie. Sie freut sich und lacht. 11 Millionen Menschen wie du und ich. Sie wollen einfach nur glücklich sein. Leben. Der jüdische Kinderchor singt. Ich weine. Jedes Kind ein kostbarer Mensch. Ein Mädchen im Badeurlaub lacht quietschvergnügt in die Kamera und winkt mir zu. Wieder kommen die Tränen. Ich vermisse sie. Ohne sie je gekannt zu haben. Während ich fassungslos in der Mitte des Raumes stehe, prasseln die Bilder wunderbarer Menschen weiter auf mich ein. Leise, aber entschlossen kommen die Worte über meine Lippen: „Wir wurden beraubt!“. Kostbare Menschen, Geschichten, Kulturen. Alles geraubt. Alles ausgelöscht. Es hätte so anders sein können. Wie gerne hätte ich mit ihnen gelebt. Gefeiert. Getanzt. Gelacht. Unser Guide flüstert in das Mikrofon: „Genießen Sie die Aufnahmen. Nichts davon werden Sie mehr erleben.“ Es stimmt. Wir wurden beraubt.”
Wolfgang

Abschied aus Auschwitz

Am letzten Tag der bewegende Abschied von Auschwitz. Die Zeremonie war von Jana, Linda, Cara, Leo und Simon vorbereitet worden. Als Ort hatten sie die sogenannte „Judenrampe“ in direkter Nähe des Vernichtungslagers Birkenau gewählt, wo bis Mai 1944 die Selektionen bei Massentransporten durchgeführt wurden. Auch das Blumengesteck und die Schleife hatten die Jugendlichen ausgesucht. Hier die Worte, die Jana und Linda an uns richteten:

„Wir haben weiße Blumen gewählt. Weiß als Zeichen der Hoffnung und für den Frieden der ruhenden Menschen. Wir haben gelbe Blumen gewählt. Gelb als Zeichen für die Sonne, somit für Licht und als Signalfarbe für Vorsicht, dass so etwas nicht wieder passieren darf. Wir haben grüne Blätter gewählt. Grün als Zeichen des Mitgefühls. Wir haben ein blaues Band gewählt. Blau als Zeichen für Friede und Schutz für die ganze Welt. Wir haben die Aufschrift auf dem Band „Für die Vergangenheit und für die Zukunft“ gewählt. Die Vergangenheit steht für das Gedenken an den Holocaust und die Zukunft dafür, dass so etwas nie wieder passieren darf.“

Wir danken dem Landschaftsverband Rheinland (LVR) für die freundliche Bezuschussung, ohne die diese Gedenkstättenfahrt nicht möglich gewesen wäre.

 

Birkenau RampeFührung StammlagerKleiderbergKofferbergRestaurant KrakauZentrum für Dialog und Gebet

Horst – Diagnose Muffensausen

Written by wolfgang. Posted in HORST

Angst vor Prüfungen, vor Grusel-Clowns, vor dem Zahnarzt, Angst vor Krankheit, Spinnen und Flüchtlingen. Manche Ängste sind lustig, manche krankhaft, andere gehören zum Leben dazu und müssen überwunden werden. Der Jugendgottesdienst HORST widmet sich am 13.11.2016 den Ängsten, die uns im Leben begegnen können. Unter dem Motto „Diagnose Muffensausen“ gibt es eine Predigt von Jugendlichen, Live-Musik mit der HORST-Band und die Möglichkeit, an verschiedenen kreativen Stationen im Gebet mit Gott ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss kann man bei Pizza und Getränken das Wochenende entspannt ausklingen lassen.

HORST Jugendgottesdienst
Datum: Sonntag 13. November 2016
Uhrzeit: 18:00 Uhr (Einlass 17:30 Uhr).
Thema: Diagnose Muffensausen
Eintritt frei
Ort: Cobra, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen Veranstalter: Ev. Jugend Merscheid & Ev. Jugend Rupelrath

Info

HORST ist ein Jugendgottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche. Er findet zwei Mal im Jahr in der Cobra Solingen statt. Veranstalter sind die Evangelische Jugend Merscheid und Rupelrath. Typische Elemente eines HORST- Jugendgottesdienstes sind Live-Musik mit Band (die Texte werden zum Mitsingen per Beamer projiziert), eine authentische und bewegende Predigt von Jugendlichen, Möglichkeit zum Gebet sowie Essen und Trinken.

Hip Hop & Gospel bei Church Night in Ohligs

Written by wolfgang. Posted in Events

Bei der diesjährigen Church Night der Evangelischen Jugend Solingen erwartet die jugendlichen Besucher ein abwechslungsreiches musikalisches Programm. Mit fil_da_elephant und Kirk Smith konnten zwei Gigs mit Ausstrahlung für den 31.10. in die Stadtkirche Ohligs geholt werden.

fil_da_elephant (HipHop)

erzählt aus einem bewegten Leben mit guten und bitteren Momenten und vom Glauben auch in schweren Zeiten. Das packt der bekennende Reimefanatiker auf frische Beats. Ob Jugendgottesdienst oder Strafanstalt, Megaevent oder Workshop – fil findet den Weg in die Ohren und Herzen der Zuhörer. Auftritte bei Festivals vor 10.000 Jugendlichen, bei Events in der Stuttgarter Porsche Arena, dem Kirchentag oder bei HipHop Jams – auf der Bühne präsentieren sich fil und seine Jungs vielseitig. Humorvoll, spontan und sympathisch und trotzdem in der Lage den Saal in ein springendes und brüllendes Chaos zu verwandeln.

Kirk Smith (Gospel)

gehört zu den besten Soul- und Gospel-Stimmen in Deutschland. Seine Liebe zur Musik entdeckte er in jungen Jahren. Er lernte Trompete und Klavier und in der Gemeinde der Eltern war er schon als Jugendlicher der “Gospelpastor”. Während seiner Zeit beim Militär kam Kirk nach Berlin. Hier startet seine Solokarriere. Mit seinen Auftritten und Konzerten gewinnt er immer mehr Fans – kein Wunder bei einer so starken und charismatischen Ausstrahlung und dieser samt-weichen Stimme. In seinen eigenen Songs drückt er seine Lebens- und Glaubenserfahrung aus. Daneben singt er auch sehr gerne bekannte Gospels, Soul- und R&B-Songs. 2013 schickten Freunde und seine Familie Kirk zu “The Voice of Germany”. Auch hier waren alle vier Jurymitglieder in der Blindaudition schon nach wenigen Sekunden von Kirks Stimme überwältigt.

Wir freuen uns auf einen bewegenden Abend in der Stadtkirche Ohligs. Der Eintritt ist frei.