Horst – Diagnose Muffensausen

Written by wolfgang. Posted in HORST

Angst vor Prüfungen, vor Grusel-Clowns, vor dem Zahnarzt, Angst vor Krankheit, Spinnen und Flüchtlingen. Manche Ängste sind lustig, manche krankhaft, andere gehören zum Leben dazu und müssen überwunden werden. Der Jugendgottesdienst HORST widmet sich am 13.11.2016 den Ängsten, die uns im Leben begegnen können. Unter dem Motto „Diagnose Muffensausen“ gibt es eine Predigt von Jugendlichen, Live-Musik mit der HORST-Band und die Möglichkeit, an verschiedenen kreativen Stationen im Gebet mit Gott ins Gespräch zu kommen. Im Anschluss kann man bei Pizza und Getränken das Wochenende entspannt ausklingen lassen.

HORST Jugendgottesdienst
Datum: Sonntag 13. November 2016
Uhrzeit: 18:00 Uhr (Einlass 17:30 Uhr).
Thema: Diagnose Muffensausen
Eintritt frei
Ort: Cobra, Merscheider Str. 77-79, 42699 Solingen Veranstalter: Ev. Jugend Merscheid & Ev. Jugend Rupelrath

Info

HORST ist ein Jugendgottesdienst von Jugendlichen für Jugendliche. Er findet zwei Mal im Jahr in der Cobra Solingen statt. Veranstalter sind die Evangelische Jugend Merscheid und Rupelrath. Typische Elemente eines HORST- Jugendgottesdienstes sind Live-Musik mit Band (die Texte werden zum Mitsingen per Beamer projiziert), eine authentische und bewegende Predigt von Jugendlichen, Möglichkeit zum Gebet sowie Essen und Trinken.

“Happy welcome!” beim November-HORST

Written by admin. Posted in Events, HORST

Betrat man am 1. November die Konzerthalle der Cobra zum vierten HORST Jugendgottesdienst, war man verblüfft. Zum einen, weil ca. 250 Menschen vor einem standen und der Raum angenehm gefüllt war, zum anderen, weil direkt jemand Nettes auf einen zukam und einen Becher Tee anbot. Da konnte man sich direkt wohl fühlen. Doch hier zählt ja nicht nur eine Meinung, sondern vor allem die der Jugendlichen, die diesen Abend miterlebt und gestaltet haben, deshalb wollen wir sie zu Wort kommen lassen.

Die Verblüffung entstand schon viel früher an diesem Abend, wie Luca beschreibt: „Es war echt unglaublich, als wir um halb sechs die Türen aufgemacht haben und auf einen Schlag unglaublich viele Leute da hatten, vor allem Flüchtlinge. So voll war es so früh noch nie.“ Aber es war eben nicht zu voll, findet Juli, „weil nicht zu viele da waren, dass man sich quetschen musste, aber auch nicht so wenige, dass es leer wirkte“.

Was diesen HORST besonders ausgemacht hat, so die einhellige Meinung, waren die Flüchtlinge. Für Jan-Lukas war es unglaublich schön, wie viele von ihnen der Einladung zu HORST gefolgt waren. Auch wenn manche wohl gar nicht so genau wussten, dass es sich hierbei um einen christlichen Gottesdienst handelt, meint Luca. Es war nicht nur schön, dass sie da waren, sondern dass sich mit ihnen auch gute Gespräche vor und nach dem eigentlichen Gottesdienst entwickelten, wie Basti sagt.

Während des Gottesdienstes kamen zwei Menschen besonders zu Wort, nämlich Moritz und Luca, die dieses Mal die Message übernahmen. Diese war nicht nur flüssig und gut verständlich, sondern beinhaltete vor allem einen starken Appell, wie Jan-Lukas meint, einen Appell, nicht nur von einer Willkommenskultur zu reden, sondern sie ganz praktisch zu leben. Dazu gehört auch, sich mit den Geschichten der geflüchteten Menschen auseinanderzusetzen, so dass neben der klassischen Predigt vor allem das Statement eines Flüchtlings alle sehr berührt hat. Für Rici war dies ihr persönliches HORST-Highlight: „Noch nie habe ich so viel Schmerz, Hoffnung und Dankbarkeit auf einmal erlebt. Diese Geschichte hat niemanden unberührt gelassen.“

Er berichtete von seinem 27-tägigen Weg nach Deutschland, der in seinem Land begann: Syrien, einem wunderschönem Land, bevor der Krieg kam, der ihn und viele andere Syrer dazu brachte, sich auf den gefähr- lichen Weg nach Europa zu machen. Zuerst zu Fuß in die Türkei, ein Fußmarsch, bei dem zu Beginn nicht klar war, ob man ihn überlebt. Dann an die Küste zu einem Guide, der für sehr viel Geld die Flüchtlinge über das Meer in einem kleinen Boot nach Griechenland brachte. Die Überlebenschance? Nun, 20% erreichen auf dem Weg über das Meer ihr Ziel nicht lebend … Von da aus zuerst zu Fuß, dann mit dem Zug und wieder mehrere Tage zu Fuß durch Griechenland, Mazedonien, Serbien und nach Ungarn – für viele eine besonders traumatische Station auf ihrem Weg. Dann endlich kommen sie über Österreich nach Deutschland, dem Land, das viele ersehnen, weil bis in die Türkei und noch weiter der Ruf geht, dass Deutschland diese Menschen willkommen heißt. Denn was passiert an der deutschen Grenze? Da stehen Polizisten, die lächeln und „Willkommen!“ sagen. Dankbarkeit und Tatkraft beschreiben wohl am besten die abschließenden Worte des Berichts, denn die Geflüchteten finden uns Deutsche nicht nur nett, höflich und fürsorglich, sondern sie wollen sich vor allem selber aktiv für Deutschland einbringen. Zunächst ganz schnell Deutsch lernen und dann diesem Land und den Menschen etwas zurückgeben und etwas Gutes für Deutschland tun.

Neben diesen berührenden Worten teilten die Geflüchteten bereits an diesem Abend mit uns etwas ganz Besonderes, nämlich Lebensfreude. Nachdem der Gottesdienst vorbei war, erschallte über die Boxen arabische Musik, und die Menschen begannen zu tanzen. „Der schönste Moment an diesem Abend war der arabische Gruppentanz!! Definitiv! Ich war in dem Augenblick so gerührt. Dafür hat sich der Aufwand schon gelohnt“, erzählt Elisa und Moritz fügt hinzu, dass nicht nur die Flüchtlinge getanzt haben, sondern „auch nach und nach Deutsche dazu kamen. Man merkte richtig, wie viel Spaß sie hatten“.

Aber dieser Abend stellte auch Gewohntes auf den Kopf, so dass nicht alles reibungslos ablief. Die Message wurde auf Farsi und Arabisch übersetzt, was zu lautem Gemurmel im Saal führte, von dem sich auch die deutschsprachigen Besucher etwas anstecken ließen, berichten Basti und Luca. Davon ließ sich Luca jedoch gar nicht beirren, sondern hielt souverän ihre Message.

Einen Kritikpunkt gab es dann noch für Juli, nämlich „dass es zu wenig Essen gab“. Das wurde von Kellnern wie Laura im Saal serviert, und es kam verdammt gut an, weil es unglaublich lecker war. So lecker, dass es bereits nach 30 Minuten verspeist war, „obwohl wir sooo viel von Eltern und Jugendlichen bekommen hatten. Das war krass“, meint Elisa.

Und der Gottesdienstcharakter? Ja, der fehlte manchem: Es wurde wenig mitgesungen, obwohl die Musik für Moritz sehr gut war, die Message ging etwas im Gemurmel unter, und der Sprachwechsel verwirrte manche Jugendliche, so dass sie schlecht folgen konnten. Aber, vielleicht fand der Gottesdienst genau darin statt, dass wir Flüchtlingen einen Raum geben konnten, in dem sie berichten und einfach mal feiern konnten, ausgelassen und gemeinsam mit neu gefunden Freunden. Ein Dienst für andere, die unsere Hilfe gerade benötigen und die wir willkommen heißen wollten, und das hat dieser HORST eindeutig geschafft.

So kann man Elisa zustimmen, wenn sie sagt: „Der Abend war ein Beweis, dass wir in Zukunft gut in Deutschland zusammenleben können!“

Ann-Marie Felsch

Horst heißt Willkommen

Written by admin. Posted in HORST, Jugendbewegung, Solingen

HORST Einladungsbanner

Allen fremdenfeindlichen Tendenzen zum Trotz setzt der Jugendgottesdienst HORST am 1. November ein dickes WILLKOMMENs-Signal für Flüchtlinge und Schutzbedürftige. Denn Jugendliche, egal aus welchem Land sie stammen, verbindet mehr als sie trennen könnte. Neben den bekannten HORST-Elementen „Musik“ mit Band und „Message“ von Jugendlichen zum Thema „Willkommen“ gibt es diesmal Tee & Fingerfood sowie Übersetzung in Arabisch und Farsi. Einander begegnen, gemeinsam essen, den Glauben teilen, füreinander beten, füreinander da sein – bei HORST ist Raum dafür.

Der Jugendgottesdienst, den rund 50 Jugendliche aus den evangelischen Kirchengemeinden Merscheid und Rupelrath gemeinsam in der COBRA veranstalten, findet am Sonntag, 1. November 2015, um 18 Uhr zum vierten Mal statt.

www.facebook.com/horst.solingen

Bild des vollen Cobra-Clubs in Solingen-Merscheid beim HORST-Jugendgottesdienst

HORST-Shirts

Written by admin. Posted in Gottesdienst, HORST

Sie sind fair gehandelt, aus Bio-Baumwolle hergestellt und in fünf Farben erhältlich – unsere frischen HORST-Shirts. Girlie- oder T-Shirt? Gelb, Lila, Grau, Himmelblau oder Khaki? Was darf´s denn sein? Erhältlich für 17,50 €. Hier gibt es den Katalog. Zum Bestellen genügt eine Mail an info [at] horst-solingen.de.