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Hasenherz & Löwenmut - Vom Umgang mit der Angst

21.02.2010

Markus 4,35-41

ELF UHR - Gottesdienst am 21.2.2010
Thema: Hasenherz und Löwenmut - Vom Umgang mit der Angst

Hasenherz oder Löwenmut?
Wie fühlen Sie sich heute morgen?
Nun lässt sich ja erstmal sagen: Der Hase handelt durchaus klug, wenn er sich auf seinen Fluchtinstinkt verlässt und so Fuchs oder Jäger entkommt.
Und auch für uns Menschen ist die Angst eine eingebaute Alarmanlage.
„Sei vorsichtig!" warnt sie uns. Wir betreten keine Bahngleise, fassen einen fremden Hund nicht an, halten Abstand vom Löwenkäfig im Zoo.
„Lass dich nicht übers Ohr hauen!", warnt die Angst. Wir prüfen den Gebrauchtwagen, machen keine Haustürgeschäfte, prüfen einen Vertrag, den wir unterschreiben.
„Geh zur Vorsorgeuntersuchung!", rät uns die Angst. Gefährliche Krankheiten können vermieden oder rechtzeitig erkannt werden.
Die ganz normale Angst schützt uns also vor Gefahren, sie ist die Alarmanlage, die unser Schöpfer in uns eingebaut hat.
Und so ist es normal und wird es uns immer wieder geschehen, dass wir Angst erleben:
Angst vor der Abi-Prüfung.
Angst, eine Rede zu halten oder ein Projekt vorzustellen vor vielen Leuten.
Angst davor, mit dem neuen Auto in eine schmale Parklücke zu fahren.
Angst, weil sich abzeichnet, dass es in der Firma Entlassungen geben wird.
„In der Welt habt ihr Angst!" sagt Jesus. So ist unser Leben hier. Es ist nicht der Himmel.
Zu diesem Leben hier gehört es, dass wir immer wieder Situationen der Angst durchleben werden.
Schwer aber wird es, wo die Angst beginnt, Herr zu sein in unserem Leben.
Wo Zukunftsangst, Existenzangst, Angst, dem Leistungsdruck in der Schule nicht standhalten zu können, uns dauerhaft bedrückt, da engt sie unser Leben ein, raubt uns den Schlaf und die Lebenslust. Nimmt Raum ein, bis wir selbst keine Luft mehr zum Atmen haben.
Das deutsche Wort „Angst" ist mit dem Wort „Enge" verwandt. Und jeder Herzpatient kann sich vorstellen, warum das so ist. Die Verengung der Gefäße um das Herz führt zu Angstattacken. Es wird mir eng ums Herz.
So fühlen wir uns, wenn wir Angst haben. Es wird uns eng ums Herz. Wir sind bedrückt. Die Gedanken lassen uns nicht los. Körperliche Symptome kommen vielleicht dazu. Der Druck im Magen. Schlafstörungen. Herzrasen. Bis zu Panikattacken reichen die Auswirkungen der Angst.
Wer das so erlebt, der ist eingeengt im eigenen Leben.
Die Angst hat Macht gewonnen über die Entscheidungen.
Sie prägt unser Leben (übrigens auch die Erziehung unserer Kinder - viele, viele Ängste sind erlernte Ängste - weitergegeben von Eltern an ihre Kinder - Angst kann nicht nur unser eigenes Leben eng machen, sondern auch das unserer Kinder. Bis dahin, dass wir ihnen den Mut zur Lebenstüchtigkeit nehmen).
Solche andauernde tiefgreifende Angst ist Auslöser für seelische Krankheiten und Probleme, für psychosomatische Erkrankungen.

Viele dieser tiefgreifenden Ängste haben ihre Wurzeln in unserer Vergangenheit, haben ihren Grund in der Weise, wie wir als Kinder und junge Menschen Annahme und Wertschätzung erfahren haben. Ob wir bedingungslose Geborgenheit erlebt haben oder um Annahme kämpfen mussten.
Auch traumatische Erfahrungen können Auslöser lebenslanger Ängste sein. Und es gibt andere Gründe mehr.

Jetzt denken einige von ihnen: Mensch, das ist überhaupt nicht mein Thema heute morgen.
Warten Sie noch einen Moment ab, bevor Sie abschalten.
Denn Angst hat viele Gesichter und nicht für alle Erscheinungsformen der Angst benutzen wir auch diesen Begriff. Ich nenne einige Beispiele:
Misstrauen ist Angst.
Eifersucht ist Angst. Wir reagieren neidisch auf den Besitz eines anderen oder befürchten, dass wir in unserer Partnerschaft enttäuscht werden.
Lüge ist Angst. Wer lügt, befürchtet Nachteile oder Strafe.
Minderwertigkeitsgefühle sind Angst. Wir glauben unterlegen zu sein, nicht mithalten zu können.
Alkoholismus ist Angst.
Perfektionismus ist Angst. Wir wollen uns nicht blamieren, wollen fehlerlos erscheinen.
Sorgen sind Angst. Wir müssen uns viele Gedanken machen, uns nach allen Seiten absichern.
Schweigen ist Angst. Wir trauen uns nicht, unsere Meinung zu sagen. Wir schweigen, weil wir feige sind.
Nicht nein sagen können ist Angst. Wir haben das Gefühl nicht gemocht und geliebt zu werden, wenn wir einem anderen Menschen etwas abschlagen.
Nicht ihr Thema? Die Angst hat viele Gesichter. Ich kann nur sagen, ich finde mich da an mehreren Stellen wieder.

Trotzdem ist es wohl so, dass es Menschen gibt, für die die Angst ein viel kleineres Thema ist und es Menschen gibt, die spüren, wie ihnen die Angst im Nacken sitzt. „Angst fressen Seele auf" - so lautet ein afrikanisches Sprichwort und ein Filmtitel. Und es zeigt so bildlich, wie die Angst immer größer wird - und wir selbst immer kleiner werden.
Wenn wir sie lassen.
Wenn wir die Angst groß werden lassen.
Denn das ist die entscheidende Frage: Will ich der Angst diese Macht geben?
Musst du dir von deiner Angst alles gefallen lassen?

Ich möchte mit ihnen einen Blick in eine Situation werfen, in der Jesus und seine Jünger in ein bedrohliches Ereignis gerieten.

Markus 4, 35-41:
Es ist ein Abend am See Genezareth im Norden Israels.
Jesus und seine Freunde steigen in ein Boot, um den See zu überqueren. Die Freunde rudern. Jesus legt sich in eine Ecke des Bootes und schläft ein. Als sie mitten auf dem See sind, bricht ein Sturm über sie herein. Der Wind beutelt das kleine Boot. Die Wellen werden höher und höher. Sie reißen das Boot bald in die eine, bald in die andere Richtung. Dann schlagen die ersten Wellen über die Bootswände. Lebensgefahr! Mit aufgerissenen Augen klammern die Jünger sich an den Balken des Bootes fest. Sie können nicht schwimmen. Die Angst überwältigt sie: wenn sie hinausgespült werden....wenn das Boot kentert...dann sind sie verloren.
Jesus! Hilfe! Zitternd wenden sie sich um zu ihm, und können es nicht fassen: er schläft! Jesus schläft! - das ist nicht zu fassen. Hat er denn keine Angst? Und kein bisschen Verantwortungsgefühl? Sollen sie alle draufgehen?
Immer mehr Wasser schlägt über die Bootswand. Die Wellen ragen weit über das Boot hinaus. Der Sturm heult.
Jesus! In höchster Not rütteln die Jünger Jesus wach: „Herr!", schreien sie, „Herr, wir gehen unter! Ist es dir gleichgültig, dass wir umkommen?"
Jesus steht auf in dem schwankenden Boot, bedroht den Wind und ruft in das Toben des Sees: „Sei still und schweig!" Da legt sich der Sturm und es wird ganz still.
In die Stille nach dem Sturm fragt Jesus: „Warum hattet ihr solche Angst? - Habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?"
Die Jünger aber blicken sich entsetzt an: „Was ist das für ein Mensch? Er hat sogar Macht über Wind und Wellen und sie gehorchen ihm!"

Die Freunde und Jesus befinden sich in einer sehr realen Situation der Bedrängnis und der Angst. Ihr Leben ist in Gefahr. Sie sitzen alle in einem Boot. Aber Jesus schläft „auf einem Kissen" heißt es. Entspannt. Furchtlos.
In den Jüngern aber wird die Angst mächtig.
Und sie sind aufgebracht als sie Jesus schlafen sehen: Rette uns! Herr! Wir gehen unter! Kümmert es dich nicht, wenn wir umkommen?
Sie haben Angst! Aber Jesus ist nicht für sie da. Anwesend und abwesend. Er schläft.

Jetzt könnten sie bitten: Hilf uns, Herr! Wir wissen, dass du es kannst!

Aber das ist ihnen durch die Angst ganz fern gerückt.
Stattdessen zweifeln sie an seinem Wesen: Kümmert es dich gar nicht? Sind wir dir gleichgültig?
Das ist es, was die Angst mit uns macht. Die Angst nagt an unserem Vertrauen zu Gott. Ist er so interessiert an mir, wie es immer heißt? Ist er so gut, wie er sagt?
Wenn Jesus schläft, wenn ich von Gottes Nähe nichts spüre, wenn in meinem Leben die Stürme toben; wenn er die Augen schließt, wenn meine Augen weit aufgerissen sind vor Angst; wenn er den Sturm zulässt, obwohl er die Fahrt mit dem Boot wollte - bin ich ihm dann wirklich wichtig? Bin ich nicht nur ein Spielball der Wellen, des Lebens, hin und her geworfen und keiner gibt drauf acht?
Das ist es, was die Angst mit uns macht. Sie löst jede Menge Zweifel aus.
Sie ist wie ein Wirbel, der uns nicht loslässt und nach unten zieht.

Das ist nicht das, was Jesus für unser Leben will. Nicht die Angst soll herrschen in unserem Leben. Wenn wir hören, wie Jesus über die Angst spricht, dann höre ich, wie er sagt:
„In der Welt habt ihr Angst, aber seid getrost, ich habe die Welt überwunden."
Jesus weiß, dass unser Leben uns immer wieder Anlass zur Angst gibt.
Aber vor allem höre ich, wie er immer wieder sagt: „Fürchte dich nicht!"
„Erschreckt nicht, habt keine Angst! Vertraut auf Gott und vertraut auf mich!" (Joh 14,1)
„Fasst Mut, ich bin's, fürchtet euch nicht!" (Mt 14, 27)
Jesus trat zu ihnen, berührte sie und sagte: „Steht auf, habt keine Angst!" (Mt 17,7)
Immer wieder: Fürchte dich nicht!
Jesus will nicht, dass die Angst regiert.

Die Angst wird immer wieder an unsere Tür klopfen. Aber es ist die Frage, ob wir sie auch noch hereinbitten und zum Essen einladen.
Wie aber kann ich der Angst die Tür weisen? Wie kann ich sie in Schranken weisen?
Im Zweiten Weltkrieg hat eine polnische Bauersfrau einen 12-jährigen jüdischen Jungen, (Samuel Oliner, heute Professor in Kalifornien) vor dem Abtransport durch die Nazis geschützt. Sie nahm ihn bei sich auf, obwohl jeder wusste, dass darauf die Todesstrafe stand. Sie erfand einen polnischen Namen für ihn, lehrte ihn den Katechismus und besorgte ihm eine Arbeitsstelle auf einem Bauernhof. Eine mutige Frau! Bewundernswert! - Aber ganz bestimmt auch eine Frau mit Angst. Wie leicht hätte der Junge sich verplappern können, was sollten die Nachbarn denken...sie wird oft Herzklopfen gehabt haben. Vor Angst. Nicht vor Mut. Und doch nahm sie den Jungen auf und rettete ihm damit das Leben.
Ihr Mut bestand in der Überwindung der Angst.
Es gab ein Ziel für sie, das höher stand als die Vermeidung der Angst.
Einen Halt, der ihr die Kraft gab, die Angst zu überwinden.

Einen solchen Halt brauchen wir, wenn wir die Angst in unserem Leben überwinden wollen.
Jesus sieht auf dem See die Angst und den Zweifel in den aufgerissenen Augen seiner Jünger.
Ihre Halt-losigkeit.
Er steht auf und gebietet dem Sturm und den Wellen. Und sie sind still.
Er hat die unbedingte Macht.

Und er sieht, dass sie in diesem Sturm nicht ihn als ihren Halt gesehen haben, um die Angst zu überwinden. Der Zweifel und die Angst haben gesiegt. Nicht ihr Vertrauen.
„Warum hattet ihr solche Angst? Habt ihr denn gar kein Vertrauen zu mir?"

Allein das Vertrauen kann die Angst überwinden.
Wir brauchen einen Grund unter dem Abgrund unserer Angst.
Einen Grund, in dem wir unseren Anker festmachen können. Der uns hält, wenn der Sturm kommt.
Gibt es einen solchen Grund in meinem Leben?
Gott sagt: „Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht zurück, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit." (Jes 41, 10)
Wie wir zu Gott stehen, daran entscheidet sich unser ganzes Leben.
In Gott Ruhe zu finden in der Angst, das ist der einzige Grund, der uns wirklich trägt. Weil er auch da trägt, wo kein anderer tragen kann. Wenn eines Tages kein Pfarrer und kein Arzt uns mehr helfen kann, wenn wir auf den Tod zugehen, dann ist er der einzige, bei dem wir Ruhe finden können in der Angst. Wenn wir dann in Gott verankert sind, dann hat unser Leben und Sterben den Grund, den es braucht.
Denn Gott verlässt uns nie; er ist uns immer nahe, nicht erst, wenn wir ihn rufen.
Jesus ist ja längst da, bei den Jüngern in ihrem Schiff, nur haben sie ihn vor lauter Angst
gar nicht wahrgenommen.
Was uns rettet und leben lässt, trotz und in der Angst, das ist das Vertrauen auf seine Gegenwart, was auch geschieht.
Der Theologe Gerhard Ebeling hat formuliert: Es ist eine „Sache des Mutes, sich letztlich auf nichts in der Welt zu verlassen, sondern sich sozusagen durch alles hindurch in Gott fallen zu lassen."
Das Vertrauen soll groß werden, nicht die Angst.
Wenn ich Jesus ernst nehme und seine Einladung, ihm zu vertrauen,
was heißt das für meinen Umgang mit meiner Angst?

Ich möchte einige konkrete Schritte nennen:


1.)Ich entscheide mich für das Vertrauen und gegen die Angst.
Das ist unbedingt notwendig.
Will ich etwas ändern? Bin ich bereit, einen Weg der Veränderung zu gehen?
Oder will ich meine Ängste festhalten, weil es einfacher ist, als etwas ändern zu müssen?
Wir müssen uns aktiv entscheiden für einen Sichtwechsel. Wer auf seine Angst schaut, wird von seiner Angst aufgefressen. Wer auf Christus schaut, erlebt, dass er nicht alleingelassen ist und erfährt Befreiung.

2.)Ich blicke meiner Angst ins Auge.
Ich nehme sie wahr und gestehe mir ein: ich habe Angst.
Angst setzt sich in der Tiefe unserer Persönlichkeit fest. Verdrängte Angst wächst. Michael Ende erzählt von Lukas, dem Lokomotivführer. Er hat Angst vor einem Riesen zugeht, desto kleiner wird er. Er war eben ein Scheinriese. Wer weglief, sah ihn noch größer. Wer auf ihn zuging, der konnte bald in Augenhöhe mit ihm sein und brauchte sich nicht mehr zu fürchten.
Angst besiegen statt vor ihr wegzulaufen.
Ein russisches Sprichwort sagt: „Schau der Angst in die Augen, und sie wird dir
zuzwinkern."
Jesus ermutigt uns an seiner Seite unseren Ängsten entgegenzutreten.

3.)Wenn ich sie erkannt habe, ist es gut zu fragen:
Was könnte denn jetzt das Schlimmste sein, was mir passieren könnte?
Bevor mein Mann sich entschied aus der Stellung in einer Klinik in eine eigene Praxis
zu wechseln und damit ja auch ein wirtschaftliches Risiko auf sich zu nehmen, da gab
es auch Ängste und Ungewissheit. Und da haben wir auch ein Worst-Case-Szenario
durchgespielt, haben überlegt, wenn es ganz schief läuft, was ist dann? Was passiert
uns dann? - Was ist der Effekt? Wer sich auf das Schlimmste gefasst macht, der hat
nichts mehr zu verlieren. Ein Stück innerer Frieden und Kraft kommen zurück.

4.)Die Angst aussprechen
Das ist so wichtig: nicht allein bleiben mit der Angst, sondern: die Angst aussprechen.
Wer seine Angst ausspricht, der erfährt Erleichterung. Was ausgesprochen ist, verliert
ein Stück seiner Macht über unsere Seele.
Auch mit Gott können wir über unsere Ängste und Befürchtungen reden und sie in
seine Hände legen.
Der Psychotherapeut Reinhold Ruthe sagt: „Wir sind keine kosmischen
Waisenkinder" - wir haben einen Gott, der mit uns in einem Boot sitzt, der da ist
mitten im Sturm.

5.)Nicht vermeiden!
Wer Situationen meidet, die ihm Angst machen, der festigt seine Angst. Wer zum Beispiel Angst hat vor der Begehung freier Plätze, dessen Angst wird nur größer, wenn er zuhause bleibt. Man sitzt zuhause und geht nicht raus, weil man Angst vor der Angst hat, die auftreten könnte.
Wer aber in eine Angst-Situation hineingeht und sie nicht vermeidet, der hat den ersten kleinen Sieg errungen.
Da ist es einfach gut, vorher zu beten: Jesus ich habe Angst. Aber mit dir will ich es
wagen. Halt mich fest.
Und dann erleben: Nicht die Angst beherrscht mich. Ich bin der Angst gewachsen.
Meine Angst hat sich nicht aufgelöst, auch nicht durch meinen Glauben. Aber ich bin
auch in meiner Angst in Christus geborgen. Ich bin nicht allein. Und ich gehe Schritte in ein erfülltes Leben auch mit Ängsten.

6.)Hilfe in Anspruch nehmen
Nun werden sie bei dem einen oder anderen Punkt gedacht haben: ja, das könnte für
mich passen - anderes trifft auf Sie gar nicht zu. Wichtig ist, dass wir nicht aufgeben,
den für uns passenden Weg zu finden.
Paulus schreibt: „Gott hat uns nicht einen Geist der Ängstlichkeit gegeben, sondern den Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit." (2.Tim 1,7)
Es soll nicht bei der Angst bleiben in unserem Leben. Das kann ein langer Weg sein. Und es gilt, nicht aufzugeben, auch wenn sich zunächst kein Erfolg einstellt.
Es gibt auch Ängste, die sitzen so tief, da braucht es eine Therapie, um an sie heranzukommen. Und wir sollten uns nicht scheuen diesen Weg zu gehen, wenn er unserem Leben dient.


Die Freunde Jesu auf dem See haben erlebt, dass Jesus schon längst an ihrer Seite war, als sie in den Sturm der Angst gerieten. Jesus möchte, dass auch wir das für unser Leben wissen: es gibt keine Situation, in der du verlassen bist. Ich bin mit dir, auch dann, wenn die Angst dir weismachen will: du bist ganz auf dich allein gestellt.

„Fürchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht zurück, denn ich bin dein Gott. Ich stärke dich, ich helfe dir auch, ich halte dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit."

Teresa von Avila hat gesagt:
Nichts soll dich ängstigen, nichts dich erschrecken. Alles vergeht. Gott bleibt derselbe.

Wir haben einen Grund für unser Leben, der tiefer ist als der Abgrund der Angst.

Amen.

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