Leben ist nicht morgen, Leben ist jetzt!
ELF UHR - Gottesdienst am 20.6.2010
Thema: Leben ist nicht morgen - Leben ist jetzt!
Leben ist nicht morgen - Leben ist jetzt!
Bei den ersten Gesprächen in unserem Team haben wir schnell gemerkt: Leben ist jetzt! - das ist ein Wunsch, ein Traum, ein Ideal - aber es fällt uns schwer, es wirklich zu leben. Wir fühlen uns im Alltag oft so gehetzt und getrieben, fühlen uns unter Druck durch eigene Erwartungen oder die Erwartungen anderer.
Wir leben in einer schnellen und lauten Zeit. Wir reisen schnell, wir arbeiten schnell, wir schulen unsere Kinder immer früher ein, brauchen nur noch 12 Jahre bis zum Abi statt 13, wir leben Leben voll Verpflichtungen und Terminen.
Eine Mitarbeiterin aus unserem Team war beruflich auf dem Düsseldorfer Messegelände unterwegs, wie immer knapp dran zwischen zwei Terminen.
Sie setzte sich in ein Taxi, um von einem Messegebäude zum nächsten zu kommen und drängte (sicher freundlich, so wie ich sie kenne) den Taxifahrer zu etwas mehr Eile.
Der Taxifahrer, ein Afrikaner, spürte, wie gehetzt sie war, drehte sich zu ihr um und sagte:
„Ja, ja ihr Deutschen. Ihr immer mit eurer Eile. In Afrika sagen wir: „Ihr habt die Uhr, aber wir haben die Zeit!"
Wie wahr!
Immer unter Zeitdruck, immer in Eile - so richtig Zeit haben wir nie.
Es fällt uns schwer, wirklich im Jetzt zu leben. Den Augenblick wahrzunehmen und zu genießen.
Eine andere Mitarbeiterin, Tagesmutter, erzählte, wie oft sie von angestrengten Eltern den Satz hört: „Ich bin so froh, wenn der Kleine endlich aus dem Gröbsten raus ist. Endlich wieder frei sein, endlich wieder machen können, was ich will!"
Von denselben Eltern hört sie Jahre später dann Sätze wie diesen: „Ach, was war das schön, als die Kinder klein waren....!"
Jeder von uns kennt auch die Situation, in der wir mit einem anderen reden - auf einer Feier oder nach dem Gottesdienst - und plötzlich spüren: der andere ist gar nicht bei mir mit seinen Gedanken. Der überlegt schon, mit wem er noch sprechen muss oder will. Dreht schon den Kopf, wird unruhig. Der ist gar nicht im Jetzt bei mir - sondern schon ein paar Schritte weiter.
Verletzend.
Oder wir sitzen in einem Konzert und ganz schnell ist die Wahrnehmung nicht mehr bei der Musik, sondern bei dem, was mich zur Zeit beschäftigt, bei Menschen, um die ich mich sorge,
bei beruflichen Problemen und die Gedanken beginnen zu kreisen. Im ewigen und gewohnten Karussell. Wie schade.
Wir sind Meister darin, das „Jetzt" zu verpassen. Meister der Planung vielleicht - aber Lebenskünstler? Die Kunst zu leben - haben wir die gelernt? Oder sie vielleicht verlernt?
In der vergangenen Woche musste unser Sohn zusätzlich zu Schule und Hausaufgaben für mehrere anstehende Klassenarbeiten üben, so dass an einem Tag gerade mal 1,5 Stunden übrig blieben, um im Garten mit seinem Bruder zu spielen.
Abends seufzte er trotzdem richtig erfüllt: „Das war ein schöner Tag!"
Ich war ganz erstaunt. Ein seltsames Fazit für diesen Tag. Aber auch: wie großartig! Offensichtlich war die Arbeit nicht nur Qual gewesen. Und die freie Zeit ganz genossen, ganz im Jetzt gelebt, von keinen bösen Gedanken vergällt. Neue Kraft und Energie getankt.
Von spielenden Kindern können wir lernen. Denn ein spielendes Kind lebt ganz in der Gegenwart - nichts interessiert als der Augenblick. Was für eine Kunst und - was für eine Gnade.
Haben wir es verlernt?
Ein alter Mann, der einmal nach dem Geheimnis seiner inneren Ruhe gefragt wurde, antwortete: „Wenn ich sitze, sitze ich. Wenn ich stehe, stehe ich. Und wenn ich gehe, gehe ich." - „Das tue ich doch auch", sagte der Fragende. „Nein", widersprach ihm der Alte. „Wenn du sitzt, stehst du schon. Wenn du stehst, gehst du schon. Und wenn du gehst, bist du schon am Ziel."
Wir verpassen die Gegenwart, weil wir so oft gar nicht bei dem sind, was wir gerade tun. Unsere Gedanken, unsere Sorgen sind oft schon beim nächsten Problem, bei den nächsten Aufgaben.
Aber wenn wir die Gegenwart verpassen, verpassen wir unser Leben. Was vergangen ist, ist vorbei, wieviel Zukunft wir haben, wissen wir nicht.
Unsere Lebenszeit ist begrenzt und wir können nichts hinzukaufen. Wir haben hier auf der Erde nur dieses eine Leben. Und es ist ein Geschenk Gottes. Kostbar. Unwiederbringlich.
Unser Leben ist endlich - also: Lebe endlich!
Leben ist jetzt!
Vier Erste-Hilfe-Maßnahmen zur „Lebensrettung":
1. Versöhnung mit der Vergangenheit
Was hält uns ab, im Jetzt zu leben? Für viele ist es die Vergangenheit, die ihre Schatten auf unsere Gegenwart wirft. Wir tragen mit uns, was wir in unserem Leben hätten besser machen können: Situationen, in denen wir versagt haben; verpasste Chancen; zerbrochene Beziehungen. Wir tragen Bitterkeit mit uns gegenüber Menschen, die uns enttäuscht und verletzt haben: Eltern, die uns nicht gegeben haben, was wir gebraucht hätten; Kollegen, die uns ungerecht behandelt oder gemobbt haben; Zorn gegen Gott, weil ein schweres Schicksal mein Leben erschüttert hat.
Wenn ich mit meiner Vergangenheit nicht versöhnt bin, mit meinem Leben, wie es bisher war; mit mir selbst, wie ich heute bin - dann behält die Vergangenheit mich im Griff und macht mich unfähig, die Gegenwart zu leben. - Gott, der unser Herz kennt, weiß darum, wie sehr wir das brauchen, frei von der Macht des Vergangenen zu werden. Deshalb ist die Versöhnung so ein starkes Thema des Neuen Testaments.
„Gehört jemand zu Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, Neues ist geworden; aber das alles von Gott, der uns mit sich selber versöhnt hat." (2. Kor 5, 17-18)
Gott ist solch ein Freund unseres Lebens. Es ist nicht sein Wille, dass ich mein Leben lang unter Vergangenem leide.
In Gottes Gegenwart kann ich eingestehen, was ich bis heute mit mir herumtrage: meine Trauer, meine Bitterkeit und meine Schuldgefühle. - Ich kann das Vergangene nicht ändern, aber ich kann es ihm hinhalten und ihn um Freiheit für mich bitten, um Vergebung, um Versöhnung. Und wir dürfen es Gott zutrauen, dass er die Macht hat uns frei zu machen von dem, was wir als Last mit uns tragen.
Wo ich versöhnt bin mit meiner Vergangenheit, da kann ich meine Kräfte, meine Gedanken, meine Sinne auf die Gegenwart konzentrieren und das Leben neu entdecken.
2. Vertrauen lernen: Wie die Lilien auf dem Feld...
Die Vergangenheit ist das eine, was uns von der Gegenwart ablenkt - die Zukunft das andere.
Uns fällt es schwer, im Jetzt zu sein, weil wir immer schon in Gedanken einen Schritt weiter sind. Wir planen und organisieren, wir haben das Gefühl, dass wir alles tun müssen, dass alles von uns abhängt. Wir sorgen uns heute schon um den morgigen Tag. Und um den danach gleich mit. Und manche Sorge um die Zukunft hält uns so im Griff, dass sie uns den Schlaf raubt, den Atem, dass sie sich uns wie ein Druck auf die Brust legt.
Ich will nicht kleinreden, was ihnen Sorge macht.
Aber wir müssen uns fragen, was wir mit unserem kostbaren Leben anstellen, wenn wir der Sorge so viel Macht geben über unser Leben.
Jesus sagt:
„Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen einzigen Tag verlängern?
Seht euch die Lilien an! Sie wachsen, ohne sich abzumühen und ohne zu spinnen und zu weben. Und doch sage ich euch: sogar Salomo in all seiner Pracht war nicht so schön gekleidet, wie eine von ihnen. Wenn Gott die Blumen auf dem Feld, die heute blühen und morgen ins Feuer geworfen werden, so herrlich kleidet, wieviel mehr wird er sich dann um euch kümmern, ihr Kleingläubigen! Lasst euch nicht von der Sorge um Essen und Trinken umtreiben und in Unruhe versetzen! Euer Vater weiß, dass ihr das alles braucht. Es soll euch vielmehr um sein Reich gehen, dann wird euch das Übrige dazugegeben." (Lk 12, 25-31)
Unser ständiges Sorgen und Planen ist letztlich Ausdruck unserer Entfernung von Gott. Wir haben das kindliche Vertrauen verlernt, das alles von Gott erwartet. Das weiß: ich kann nicht tiefer fallen als in Gottes Hand.
„Wer von euch kann durch Sorgen sein Leben auch nur um einen einzigen Tag verlängern?"
Jesus ermutigt uns, unser sinnloses Sorgen in Gottes Hände zu legen und das Vertrauen neu einzuüben. Das müssen wir auch üben! Das fällt uns nicht in den Schoß. Wir haben uns zu sehr daran gewöhnt, selbst die Macher unseres Lebens zu sein. Wir können nur tageweise damit beginnen. Jeden neuen Tag in Gottes Hand legen und ihn bitten: Sei du der Herr dieses Tages. Lenke mich mit deinem Willen und deiner Weisheit. Hilf mir, die Entscheidungen zu treffen, die mir und meinen Mitmenschen gut tun. Hilf mir, deiner Liebe neu zu vertrauen!
Und am Abend den Tag zurücklegen in Gottes Hand. Auch alles Ungeklärte. Alle Fragen die offen sind, die ungelösten Probleme, die Last, die auf meiner Seele liegt: Herr, ich bringe alles vor dich. Ich lege es in deine Hände und bitte dich: Schenk mir Ruhe in der Nacht, lass meine Seele ausruhen in deinen Armen. Lass nicht die Sorge mich beherrschen, sondern sei du groß in dieser Nacht. Zeig mir den Weg, den ich gehen kann.
Wenn nicht mehr die Sorge und das Planen uns beherrscht, dann wird der Blick wieder frei für den Augenblick. Für das Jetzt.
3. Prioritäten setzen
Vielleicht ist ihr Punkt aber ein anderer: Mein Leben ist so voll. Voll mit Dingen, die ich tun muss: Beruf, Familie, Schultermine der Kinder, Verpflichtungen, die ich eingegangen bin.
Ich fühle mich oft nur gehetzt. Nie bleibt wirklich Zeit für mich. Leben ist nicht morgen - Leben ist jetzt! Schön gesagt. Aber ich habe einfach keine Zeit!
Das ist jetzt der Punkt für alle mit den vollen Terminkalendern und für die Mütter, die immer alles unter einen Hut bekommen müssen.
Prioritäten setzen.
Wir leben nur einmal. Und ich habe noch nie bei einem Menschen, dessen Leben auf das Ende zuging, gehört, dass jemand gesagt hat: Hätte ich doch bloß noch geschafft, meinen Schreibtisch leerzuarbeiten. Hätte ich doch bloß diesen Auftrag bekommen. Hätte ich doch bloß geschafft, das ganze Haus mal tiptop in Ordnung zu haben. - Nein. Was ich aber gehört habe, ist: Hätte ich mir doch mehr Zeit für meine Kinder genommen, als sie noch klein waren.
Hätte ich mir doch Zeit genommen, mit meinem Mann das Leben zu genießen, als er noch lebte. Hätte ich mich doch damals entschuldigt, als noch Zeit war.
Wie oft halten wir Dinge für wichtig, die doch ganz unwichtig sind.
Wie oft lassen wir uns unter Druck setzen, sind gehetzt und haben das Gefühl: ich kann ja nichts daran ändern - mein Leben ist halt so.
Aber wir sind viel weniger den Umständen ausgeliefert, als wir oft denken. Jeder von uns hat die Freiheit und Verantwortung von Gott bekommen, sein Leben zu gestalten.
Bewusst zu entscheiden: wo kann ich etwas ändern in meinem Leben?; wieviel Zeit will ich einsetzen für bestimmte Lebensbereiche?; wo lasse ich mich verplanen, statt selbst die Entscheidung zu treffen?; wo muss ich „Nein" sagen lernen? - Wir haben dieses eine kostbare Leben als Geschenk von Gott. Und wir sollen es leben - nicht leben lassen.
Jesus sagt: „Ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im Überfluss haben!" (Joh 10)
Leben haben. Im Überfluss. - Nicht erst später. Heute.
Wenn das Realität werden soll, dann ist es gut, uns bewusst Zeiten der Stille einzuplanen, kurze Pausen im Tagesablauf, in denen wir mit Gott reden, bei ihm Kraft tanken und ihn um Weisheit bitten für eine gute Struktur unseres Tages, unseres Lebens.
Nach einiger Zeit werden wir spüren, wie sich etwas verändert. Wie unsere Seele sich öffnet für Gott und den Überfluss, den er in jedes Leben gelegt hat. Wie unsere Beziehungen weniger von Eile geprägt sind. Wir beginnen, schöne Augenblicke bewusster wahrzunehmen.
Wie wir einen Blick bekommen für das, was wirklich wichtig ist.
Unser Leben ist zu kostbar, um eines Tages zurückzublicken und zu sagen: „Schade!".
Eine alte Dame hat ihre Gedanken dazu in ein Gedicht gefasst.
Ich zitiere ein paar Zeilen:
Könnte ich mein Leben noch einmal von vorn beginnen,
würde ich versuchen mehr Fehler zu machen.
Ich würde alberner sein, würde ganz locker werden,
nur noch ganz wenige Dinge ernst nehmen.
Ich würde entschieden verrückter sein
Und weniger reinlich.
Ich würde mehr Gelegenheiten beim Schopf packen
Und öfter auf Reisen gehen.
Ich würde mehr Schuhsohlen durchlaufen,
mehr Eis und weniger Bohnen essen.
Ich würde mehr echte Probleme
Und weniger eingebildete Nöte haben.
Da ist was dran, oder?
Wir hören ein Lied: Urlaubsgedanken
4. Sinn im Alltäglichen sehen
Für alle die mitgerechnet haben: die vierte Lebens-rettungs-maßnahme fehlt noch. Hier ist sie:
Fühl mich gut - lerne zu leben jetzt und hier. (aus dem Lied Urlaubsgedanken)
Vielleicht haben sie gedacht: Ja, Wäre schön, aber:
Es bleiben ja die Dinge, die trotzdem getan werden müssen. Ohne Arbeit habe ich kein Geld;
ohne den Haushalt zu machen, versinken wir im Chaos; ohne etwas für die Schule zu tun, siehts mit dem Zeugnis schlecht aus....da ist einfach so viel, was ich tun muss -- ich komme gar nicht zum Wesentlichen!
Vielleicht ist das aber auch eine falsche Alternative. Das Wesentliche zeigt sich ja nicht nur in unseren freien Stunden, wenn wir tun können, was wir wollen. Nicht nur im Urlaub. Nicht nur an einem schönen Abend mit Freunden.
Das Wesentliche ist verborgen in jeder Stunde des Tages, in jeder Aufgabe, die ich bewältige, in manchem, was wie unnützer Kram aussieht und einfach getan werden muss.
Ob ich das erlebe, hängt ganz entscheidend davon ab, ob ich mich als einen Menschen begreifen lerne, der von Gott an diesen Platz gestellt ist. Der eine Aufgabe hat, an dem Ort, an den er gestellt ist. Ob ich begreife: ich kann diese Aufgabe ausfüllen und Gott und den Menschen um mich herum dienen.
Das gilt für jedes Leben - nicht nur für die mit großen Ämtern und Aufgaben. Das gilt auch für jede Lebensphase - Gott will uns brauchen an der Stelle, an der wir gerade mit unserem Leben stehen.
Luther legte einmal den Männern seiner Zeit den für sie sehr ungewohnten Gedanken ans Herz, sich am Betten machen, Windeln waschen und Gestank riechen zu beteiligen.
Und schloss: „Was sagt nun aber der christliche Glaube hierzu? Er tut seine Augen auf und sieht alle diese geringen, unangenehmen und verachteten Werke im Geist an und wird gewahr, dass sie alle mit göttlichem Wohlgefallen wie mit kostbarstem Gold geziert sind."
Es geht nicht nicht immer darum, was wir tun, sondern ob wir es mit Liebe und Hingabe tun. Den Sinn entdecken, den Gott in diese Aufgabe und Lebensphase gelegt hat.
Wenn wir die Aufgaben unseres Alltags als Aufgaben sehen, die wir nach Gottes Willen ausfüllen; danach fragen, wie Gott uns dort gebrauchen will - dann gewinnen wir eine neue, positive Einstellung zu dem, was wir tun.
Die Menschen, die uns begegnen, sind Menschen, die Gott auf seinem Plan hat.
Unsere Familie, unsere Berufe, unsere Verpflichtungen in der Gesellschaft - alles Orte, an denen Gott durch uns handeln will und kann.
Gott möchte, dass wir unser Leben nutzen. Die Chancen ergreifen, die jeder Tag bietet. Unsere Umwelt prägen durch unser Verhalten; Menschen etwas spüren lassen von der Liebe Gottes. Gott will uns in vielfältiger Weise gebrauchen. Jeden Tag.
Dietrich Bonhoeffer hat gesagt: „Es gibt in der ganzen Weltgeschichte immer nur eine wirklich bedeutsame Stunde - die Gegenwart. Wer aus der Gegenwart flieht, flieht den Stunden Gottes."
Gott will, dass wir Leben haben. Ein erfülltes Leben - manchmal anstrengend, mit Ecken und Kanten, mit dunklen Tälern, aber auch immer wieder mit der Erfahrung: es lohnt sich, weil er an meiner Seite ist. Weil er mich braucht. Weil er meinem Leben Sinn gibt. Heute.
Leben ist nicht morgen - Leben ist jetzt!
Amen.
