Jugendfreizeit 2017

Geschrieben von lukasschrumpf. Kategorien: Sommerfreizeit

Im August waren 70 Jugendliche aus der Gemeinde mit 16 Mitarbeitern und 2 Köchen auf der dänischen Insel Bornholm. Ein Brief nach Hause gibt Einblick in zwei spannende Wochen:

14:45 Uhr, kurz nach dem Mittagessen, mitten in der Mitarbeiterbesprechung, herrscht große Verzweiflung über den fehlenden Spülkorb der Spülmaschine für das Besteck. Die Aktivboxen lassen unsere Kaffeetässchen erzittern, denn alle Kaffeetassen befinden sich in den absorbierenden Händen der Teilnehmer. Trotz zeitin­tensiver Vorbereitungen (ca. ein halbes Jahr) entstehen in der Besprechungen noch mal Grundsatzdiskussionen

über den gesamten Wochenplan.

Leider übersehen wir dabei, wie unschuldige Konfi­mädels ihre neugierigen Köpfchen in Jungszimmer stecken. Dafür können wir folgenden Erfolg verbuchen: Das Nachtcafé, ein Snack um 22:00 Uhr, der aus Nutel­la-Toast besteht, wurde erfolgreich von der Raubtier­fütterung zum gesitteten Nachthupferl transformiert. Kaum zu glauben beim Gedanken an die Mahlzeiten, deren Lautstärke einem Tornado glichen, was eventuell an diversen Wasserspielchen der Mitarbeiter liegen könnte. Über unser tägliches Essensmenü geben wir besser keine genauere Auskunft – außer Hotdogs, Burger oder Gyros, da hier sonst alle vor Neid erblassen würden.

Apropos Essen – die Küche wird wie jedes Jahr selbst zum Abenteuerspielplatz, wo unsere Teilnehmer zum ersten Mal in ihrem Leben Paprika schneiden, Kartoffeln schälen oder Eier pellen müssen. Zu dieser schweren Arbeit kommt noch das tägliche Putzen

unserer Unterkunft hinzu. Merke: Eine halbe Flasche Bodenreiniger reicht gerade für die Reinigung einer einzelnen Dusche, denn viel hilft viel. Wobei zu viel Reinigungs-Einsatz wiederum zu eingeschlagenen

Fensterscheiben durch Mülltüten führen kann. Davon positiv gestimmt, erfreuen wir uns an einer vorbild­lichen Pünktlichkeit seitens aller Teilnehmer, aufgrund der Gesangseinlage des Freizeitleiters wegen Zuspät­kommens. Neben schiefen Gesängen hat auch diese Freizeit wieder einen Dauerbrenner: ‚Bitte aufstehen, wir singen History Maker!‘.

Am Abend wird unser Worship mit derselben Begeiste­rung, aber erhöhtem Taschentuch-Vebrauch aufgenom­men. Dies verdanken wir vor allem den emotionalen

Abendabschlüssen, die den heiligen Geist in unsere Mitte bringen. Beeindruckend sind dabei vor allem ältere Teilnehmer, die sich in Form von Seelsorge und Predigten einbringen.

Leider ist dies jedoch kein Freifahrtschein, um beim morgigen Appell zu fehlen. Um 5:30 Uhr am Tag des Survival-Spiels haben unsere Survivor putzmunter pa­rat gestanden und sich einem knochenharten Frühsport unterzogen. Um den Biorhythmus der Mahlzeiten

nicht aus dem Gleichgewicht zu bringen, war eine klei­ne Mütze Schlaf noch mal gestattet, bevor unsere au­thentischen Mensafrauen die Haferschlotze austeilten. Vollgepumpt mit Proteinen bezwangen unsere Survivor dann den auszehrenden Parcours und bewiesen dabei enormen Teamgeist. Um die Gemüter anschließend zu besänftigen, unterzogen sich auf die Mitarbeiter der Tortur und ließen sich von Teilnehmern peinigen,

erniedrigen, bemehlen und bematschen.

Für Abwechslung sorgte dann unsere Beachparty mit internationalen Volleyball-Stars, rasenden Reportern, einheizenden Showacts, detailverliebten Dekorateuren,

unaufhaltsamen Ultras und raffinierter Küche. Die besten DJs der Welt füllten die Tanzflache nach nur wenigen Beats und sorgten damit für einen unvergess­lichen Abend.

Zu dem Zeitpunkt, an dem wir den Brief geschrieben haben, warteten auf uns noch ein Tagesausflug ins Joboland, auch bekannt als ökologisches Phantasialand, der Kreuzabend, ein Geländespiel, der bunte Abend und die 24-stündige Rückfahrt.

Zum jetzigen Zeitpunkt kann vermerkt werden, dass es wieder mal eine unfassbar schöne Freizeit war und wir jedes Jahr erneut wissen, warum wir uns das eigentlich alles antun.